FINE ART PHOTO - No. 39
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
vor Ihnen liegt die Ausgabe 39, über die ich mich sehr freue. Sollte Ihnen auffallen, dass weibliche Fotografie diesmal etwas zu kurz kommt - manchmal kommen Portfolios nicht rechtzeitig zusammen, manchmal verschieben sich Planungen.
Dafür beinhaltet die Ausgabe eine extrem starke weibliche Position. Lenora Vicuna nimmt uns mit in das Chile der 80iger Jahre. Mit Bildern, die scheinbar aus einer anderen Welt stammen, analog fotografiert, händisch bearbeitet und dann digitalisiert.
Ricardo Banderas Bilder stimmen nachdenklich und lassen die Betrachter gelegentlich schmunzeln, während Andreas Golanovski den Blick auf sinnliche Details von Körpern legt.
Kim Weston spielt mit Gesten und Formen und legt den Fokus auf Erotik. Im Gegensatz dazu scheinen die Bilder Harald Hauswalds zu stehen. Doch auch sie dokumentieren das Menschliche, sie zeigen Alltägliches, Sensibles, Sensitives. Hans Silvester beweist uns, dass moderne Kunst schon von den Urvölkern getragen wurde. Und Alvin Booths Wahrnehmung gleitet manchmal fast ins Surreale ab, obwohl die Aufnahmen Realitäten nachzeichnen. Gabriel Dusil arbeitet mit voller Farbkraft und ist damit nah bei Jean Paul Delain, der Fotografie dem Licht zuordnet, „während es schreit“. Und der das auch in seinen Bildern zum Ausdruck bringt.
Axel Hellers Bilder mögen im ersten Moment verstören, doch sie ruhen sinnreich und sinnlich in sich selbst.
Alle hier vereinten Fotografen und Fotografinnen vereint der wache Blick auf die Welt, alle agieren mit Neugier und Respekt. Dabei spielt das Sujet nicht unbedingt die erste Rolle. Wer sich die Bilder ansieht und sich mit den Akteuren auf die Reise begibt, wer sich hineinträumt in die Aufnahmen, der sieht sicher , welche Bildreisen die Fotokünstler im Sinn hatten.
Ich hoffe, Sie haben Freude an diesem Magazin. Ich wünsche Ihnen eine entspannte Vorweihnachtszeit, ein seliges Weihnachtsfest und ein Jahr 2026 voller Gesundheit und gelegentlicher Wunder.
Allen Abonnenten liegt dieser Auflage ein signiertes Photo von Uwe Steinbrück bei.
Dear readers,
I am delighted to present issue 39. You may notice that female photography is somewhat underrepresented this time around—sometimes portfolios don't come together on time, sometimes plans change.
However, this issue does feature an extremely strong female presence. Lenora Vicuna takes us back to Chile in the 1980s with images that seem to come from another world, photographed analog, edited by hand, and then digitized.
Ricardo Banderas' images are thought-provoking and occasionally make the viewer smile, while Andreas Golanovski focuses on the sensual details of bodies.
Kim Weston plays with gestures and forms and focuses on eroticism. Harald Hauswald's images seem to stand in contrast to this. But they too document the human condition, showing everyday, sensitive, and delicate moments. Hans Silvester proves to us that modern art was already practiced by primitive peoples. And Alvin Booth's perception sometimes slips into the surreal, even though the photographs depict reality. Gabriel Dusil works with full color intensity and is thus close to Jean Paul Delain, who associates photography with light “while it screams.” And who also expresses this in his pictures.
Axel Heller's pictures may be disturbing at first glance, but they are meaningful and sensual in themselves.
All the photographers brought together here share an alert view of the world, and all act with curiosity and respect. The subject does not necessarily play the primary role. Those who look at the pictures and embark on a journey with the subjects, those who dream themselves into the photographs, will surely see the visual journeys the photographic artists had in mind.
I hope you enjoy this magazine. I wish you a relaxing pre-Christmas period, a blessed Christmas, and a 2026 full of health and occasional miracles.
| Breite: | 215 mm |
|---|---|
| Höhe: | 280 mm |
| Gewicht: | 0.632 mm |
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